Alles ist anders: Auch die Mitarbeitergewinnung und -bindung steht unter neuen Vorzeichen

Seit dem Frühjahr 2020 haben sich die Wünsche und Erwartungen der Mitarbeiter an ihre Arbeitgeber verändert. Sicherheit steht bei der Jobwahl an erster Stelle. Darüber hinaus wünschen sich die Arbeitnehmer vor allem Leistungen zur Alters- und Gesundheitsvorsorge. Wer sich auf diese geänderten Präferenzen einstellt, hat gute Chancen, die gesuchten Kräfte zu gewinnen und zu halten.

Ausgerechnet der Mittelstand hat in der Coronakrise an Anziehungskraft verloren. Laut dem aktuellen Trendence HR Monitor finden vor allem Studierende mittelständische Arbeitgeber weniger attraktiv als noch im Juni 2020. Auch berufserfahrene Arbeitnehmer wenden sich laut der Umfrage verstärkt anderen Arbeitgebertypen zu. Als Hauptgrund gilt die größere Jobsicherheit, die Konzernen oder dem öffentlichen Dienst zugeschrieben wird.

Darüber hinaus haben im vergangenen Jahr Pflege-Jobs an Attraktivität gewonnen. Bei jedem fünften Deutschen zwischen 18 und 29 Jahren ist das Interesse an einem Arbeitgeber aus der Pflege gestiegen, fand die Königsteiner Gruppe in einer Befragung von 1.036 Arbeitnehmern heraus. Vor allem junge Menschen halten Pflegeeinrichtungen für attraktivere Arbeitgeber als noch vor der Krise. Grund für diesen Anstieg ist der Trend zu mehr Sinnstiftung im Beruf.

Der Fachkräftemangel, der die Arbeitgeber in den vergangenen Jahren vor große Herausforderungen stellte, ist in der Pandemie nicht grundlegend abgeebbt: Laut einer Stepstone-Studie empfindet die große Mehrheit der Unternehmen (78 Prozent) den Wettbewerb um die richtigen Mitarbeiter als genauso hart wie vor der Krise. 56 Prozent finden es schwer, Kandidaten vom eigenen Unternehmen zu überzeugen. Damit dies in Zukunft besser gelingt, planen 65 Prozent, sich künftig stärker auf Themen wie Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation zu konzentrieren.

Die Mitarbeiter wünschen sich Sicherheit und Vorsorge

Diese drei Arbeitnehmerbefragungen machen deutlich: Auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den vergangenen zwölf Monaten neue Muster etabliert – überraschend und völlig unerwartet. Das liegt vor allem darin, dass sich die Haltung der Arbeitnehmer geändert hat. „Ich möchte mich weiterentwickeln“, sagen 62 Prozent der Deutschen, als sie von Xing nach ihren Wünschen für das Arbeitsjahr 2021 befragt wurden. Es folgen „Mehr Zeit für die Familie und Freunde“ und „ein neuer Job“. Aus aktuellem Anlass stehen auch „Mehr Zeit im Büro mit den Kollegen“ und eine „Bessere Homeoffice-Ausstattung“ auf der Wunschliste.

Einer weiteren Umfrage von Stepstone zufolge, die zuerst in der Welt veröffentlicht wurde, machen Leistungen zur betriebliche Altersvorsorge und zur Gesundheitsvorsorge sowie kostenfreie Getränke die Top-3 der von den Mitarbeitern bevorzugten Arbeitgeberleistungen aus. Diese Dinge wünschen sich Arbeitnehmer in der Coronazeit wirklich – deutlich vor Boni, Gewinnbeteiligungen und Firmenwagen. Ganz abgeschlagen bei den Mitarbeitervorteilen sind Freizeitangebote am Arbeitsplatz, ein Familienbüro, Ruhe- oder Gebetsräume oder Bürohunde.

Ist das Ende von New Work eingeläutet?

Der Tischkicker und die PlayStation im Büro gehören also offenbar der Vergangenheit an. Dass diese vermeintlichen Sinnbilder von New Work nicht mehr nachgefragt werden, liegt zum einen darin, dass sich die Arbeit im Büro stark verändert hat: Das Büro wird nicht mehr als (Lebens-)Mittelpunkt angesehen, in dem auch Freizeit mit den Kollegen verbracht, entspannt und gefeiert wird.

Stattdessen wird in vielen Unternehmen die Zeit im Office stark reglementiert – zum Beispiel im Wechsel mit den Teamkollegen oder nur zu bestimmten Anlässen. Arbeit und Zusammenarbeit findet meist von Homeoffice zu Homeoffice statt. Das bedeutet allerdings nicht das Ende von New Work. Ganz im Gegenteil: Die selbstbestimmte Wahl von Arbeitsort und -zeit hat an Bedeutung gewonnen. Zusammenarbeit ist deutlich agiler und flexibler geworden.

Diese Entwicklung führt aber auch dazu, dass die Arbeitgeber ihre Zusatzleistungen für die Mitarbeiter überdenken müssen. Firmenwagen sind in Zeiten abgesagter Dienstreisen wenig gefragt. Gleiches gilt für Kantinenzuschüsse, wenn die Betriebsrestaurants geschlossen sind, für Mitarbeiter-Events, wenn keine Versammlungen möglich sind, oder für Familienbüros, wenn sowieso im Homeoffice gearbeitet wird. Mit Leistungen, die an die aktuelle Situation angepasst sind, verschaffen sich Arbeitgeber bessere Chancen bei der Personalgewinnung und verbessern gleichzeitig die Mitarbeiterbindung.

Fazit: Mit den richtigen Arbeitgeberleistungen stärken Sie Recruiting und Retention

Die Formen der Arbeit und Zusammenarbeit haben sich durch die Coronapandemie geändert, stark verändert haben sich auch die Erwartungen der Arbeitnehmer an ihr Unternehmen und ihren Job. Arbeitgeber sollten daher ihre Zusatzleistungen für die Mitarbeiter anpassen. Nicht der Tischkicker oder der Dienstwagen sind heute gefragt, sondern Zuwendungen zur betrieblichen Altersvorsorge und zur Gesundheitsvorsorge. Mit solchen Extras punkten Arbeitgeber sowohl bei Bewerbern als auch bei den bestehenden Mitarbeitern.

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