Employee Experience

HR-Wissen für die Praxis

Employee Experience

Inhaltsverzeichnis


•    Was ist Employee Experience? 
•    Candidate Experience und Employee Experience 
•    Weshalb Employee Experience Management wichtig ist
•    Mit HR-Software zu einer besseren Employee Experience
•    In zehn Schritten zu einer besseren Employee Experience 
•    Welche Rolle spielt die Personalabteilung für Employee Experience 

 

Was ist Employee Experience? 


Unter den Begriff Employee Experience fallen alle Erfahrungen, die ein Mitarbeiter mit einem Arbeitgeber sammelt, angefangen bei den ersten Arbeitstagen im Unternehmen bis hin zum Austritt aus dem Betrieb. Die Employee Experience ist entscheidend für Mitarbeiterbindung und -engagement und dafür, wie ein Beschäftigter seinen Arbeitgeber nach außen repräsentiert.


Candidate Experience und Employee Experience 


Um eine gute Candidate Experience (Bewerbererfahrungen) bemühen sich viele Arbeitgeber. Sie versuchen, eine Bewerbung möglichst einfach und nutzerfreundlich zu gestalten und überprüfen alle Berührungspunkte mit den Bewerbern, um in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels eine gute Beziehung zu potenziellen neuen Mitarbeitern aufzubauen. 


Die Employee Experience (Mitarbeitererfahrungen) steht erst bei wenigen Unternehmen im Fokus, obwohl zahlreiche Studien einen starken Zusammenhang zwischen einer positiven Employee Experience und dem Unternehmenserfolg herstellen. Schon 2016 zeigte „Der Employee Experience Index“ von IBM auf, dass ein positives Mitarbeitererlebnis zu einer besseren Leistung, zusätzlichen Anstrengungen bei der Arbeit und einer geringeren Neigung für einen Stellenwechsel führt. Eine Studie von Kincentric aus dem Jahr 2020 macht deutlich, dass Unternehmen mit einem strategischen Employee Experience Management besser durch die Coronapandemie kamen.  


Weshalb Employee Experience Management wichtig ist


Das Employee Experience Management muss strategisch gedacht und aktiv gemanagt werden, denn einzelne Aktionen haben nur kurzfristige Effekte. Zu positiven Mitarbeitererfahrungen trägt in erster Linie eine fürsorgliche und integrierende Führungskultur bei. Das heißt, die Führungskräfte müssen dazu befähigt werden, Mitarbeiter-Engagement, Eigenverantwortung und Kreativität zu fördern, was wiederum zu mehr Produktivität und Mitarbeiterbindung führt. 
Führungskräfteentwicklung ist daher ein zentraler Bestandteil eines strategischen Employee Experience Managements. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Unternehmenskultur: Die Interaktion innerhalb der Teams, die Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung haben einen starken Einfluss auf die Employee Experience. Offenbart sich hier ein Verbesserungsbedarf, muss das Unternehmen einen langfristigen Kulturwandel anstoßen. Als dritter zentraler Aspekt von Employee Experience ist die Gestaltung der Arbeitsumgebung zu nennen, von der architektonischen Arbeitsplatzgestaltung bis hin zur ergonomischen und funktionalen Büroeinrichtung. 


Mit HR-Software zu einer besseren Employee Experience


Eine zeitgemäße Technologieausstattung hat einen hohen Einfluss auf die Employee Experience. Dazu zählen reibungslos funktionierende Videokonferenz-, Kommunikations- und Collaboration-Tools, moderne Endgeräte sowie einfach zu bedienende und mobil verfügbare Self-Service-Anwendungen. Für letztere ist eine professionelle HR-Software ausschlaggebend. Diese sorgt für Tranzparenz, vereinfacht und beschleunigt die HR-Prozesse, steigert die Effizien und stellt allen Mitarbeitern, Führungskräften, HR-Verantwortlichen und anderen Stakeholdern die von ihnen benötigten Informationen zur Verfügung. Sie ermöglicht unter anderem das papierloses Einreichen von Krankmeldungen und die schnelle Genehmigung von Urlaubsanträgen. 


Insbesondere in der Coronapandemie stellen die zeitnahe Information der Belegschaft über neue Entwicklungen und Veränderungen im Hygienekonzept und die digitale Durchführung aller personalwirtschaftlichen Aufgaben einen großen Pluspunkt dar. Das wirkt sich auch positiv auf die Mitarbeitererfahrungen aus. 

 

In zehn Schritten zu einer besseren Employee Experience 


Um die Erfahrungen der eigenen Mitarbeiter zu verbessern, bietet sich für Arbeitgeber ein Vorgehen in zehn Schritten an: 

  1. Bauen Sie ein strategisches Employee Experience Management auf und benennen Sie eine verantwortliche Person. Beziehen Sie sowohl das Top-Management als auch die einzelnen Mitarbeiter in die weiteren Planungen mit ein. 
  2. Erheben Sie den Status Quo, indem Sie Mitarbeiterfeedbacks auf Arbeitgeberbewertungsplattformen wie Kununu und Social Media sichten und idealerweise eine Mitarbeiterbefragung durchführen. 
  3. Ermitteln Sie Optimierungsmöglichkeiten für die einzelnen Stationen des Employee Lifecycle vom Onboarding über die Weiterentwicklung und das Talent Management bis hin zum Austritt aus dem Unternehmen. 
  4. Beziehen Sie unternehmenskulturelle Aspekte in das Employee Experience Management ein. Dazu gehören unter anderem das Führungsverständnis, die Organisationskultur und das Verständnis von Zusammenarbeit und Kommunikation. 
  5. Fördern Sie die Work-Life-Balance Ihrer Beschäftigten, indem Sie Ihnen Zeiten für Homeschooling/Kindererziehung einräumen und die Arbeitszeiten bei Bedarf entsprechend flexibilisieren. 
  6. Verstärken Sie Ihre Führungskräfteentwicklung. Gerade in Zeiten von Remote Work hat eine integrierende und verständnisvolle Führung einen erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter. 
  7. Schaffen Sie ein Arbeitsumfeld, das eine positive Mitarbeitererfahrung unterstützt. Dazu gehören moderne und ergonomische Büromöbel, helle und freundliche Räume sowie Erholungsflächen. Auch eine gute Ausstattung im Homeoffice trägt zum Wohlbefinden bei. 
  8. Sorgen Sie für eine funktionierende Technik. Nutzerfreundliche IT-Systeme und digitaler Support für die Mitarbeiter im Homeoffice sind laut Kincentric-Studie ein relevanter Faktor für die Employee Experience während der Pandemie. Auch die Arbeit im Büro sollte durch moderne Betriebssysteme und Software unterstützt werden. Damit sparen die Mitarbeiter viel Zeit, sie nutzen die Systeme gern und gehen motiviert zur Arbeit. 
  9. Lassen Sie die Candidate Experience nicht aus dem Blick. Es darf keinen Bruch geben zwischen den Bewerbererfahrungen beziehungsweise den Versprechungen vor dem Jobbeginn sowie den Erfahrungen nach Unterschreiben des Arbeitsvertrags. 
  10. Überprüfen Sie die Employee Experience regelmäßig und passen Sie sie bei Bedarf an. Hierfür können Sie entweder Mitarbeiterbefragungen durchführen oder relevante Kennzahlen via HR-Analytics erheben.


Welche Rolle spielt die Personalabteilung für Employee Experience 


Vor allem die Führungskultur und die jeweiligen Führungskräfte sind dafür verantwortlich, wie positiv die Mitarbeitererfahrungen ausfallen. Die Rahmenbedingungen hierfür schaffen jedoch die HR-Verantwortlichen durch eine geeignete Führungskräfte- und Personalentwicklung, durch ein angenehmes Arbeitsumfeld, die richtigen organisatorischen Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Employee Experience Management sollte daher im Personalbereich angesiedelt und von den HR-Verantwortlichen gesteuert werden. 

Weitere HR-Begriffe finden Sie in unserem Glossar für das Personalmanagement

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