Babys wiegen in Mwinilunga: perbit-Mitarbeiter leistet seinen sozialen Tag in Sambia

perbit bietet seinen Angestellten einmal jährlich einen Tag Sonderurlaub für eine ehrenamtliche Tätigkeit. perbit-Mitarbeiter Joel nutzte diese Chance, um eine besondere Reise zu unternehmen: Er verbrachte seinen Sommerurlaub 2019 in Sambia und unterstützte dabei ein christlich-soziales Projekt in Mwinilunga. Lesen Sie seinen eindrucksvollen Erfahrungsbericht.

Durch einen Freund, der seit vielen Jahren gute Kontakte zum „Sachibondu Health Centre“ in Mwinilunga in Sambia pflegt und diesen Ort jedes Jahr für mehrere Wochen besucht, war es möglich, diese außergewöhnliche Reise in den nordwestlichen Teil Sambias zu organisieren.

Nach der Anreise mit Zwischenstopp in Nairobi und einer Übernachtung in der Wohnung einer sehr freundlichen Familie traf ich am Flughafen von Ndola in Sambia meinen südafrikanischen Freund, der bereits am Vortag angereist war, um alle notwendigen Lebensmittel für unsere Zeit im afrikanischen Busch zu organisieren.

Unsere Fahrerin war eine Geschäftsfrau aus Lusaka, die sich entschloss ein paar Tage bei Ihren Freunden der Sachibondu Mission zu verbringen. Mit einem Pickup und entsprechender Bereifung ging es dann auf die 600 km lange, mit Schlaglöchern übersäte Fahrt in Richtung Mwinilunga.

Unterwegs erhielt ich einen ersten Eindruck dieses schönen Landes. Der Großteil des menschlichen Lebens ist an den großen Straßen des Landes angesiedelt. Immer dann, wenn wir durch Dörfer und Städte kamen, sahen wir kleine Stände, an denen die Einwohner ihre Waren, meist Bananen, Ananas und Fisch, zum Verkauf anboten. Die Fahrt führte auch durch den Copperbelt, eine größere Industrieregion und ein sehr bedeutendes Kupferabbaugebiet mit vielen Mienen.

Nach einem Zwischenstopp in Solwezi erreichten wir am nächsten Tag unseren Zielort. Unsere Unterkunft, aufgrund der runden Bauweise Rondabel genannt, wurde mit Backsteinen, die aus Termitenhügeln gebrannt werden, aufgebaut und ließ dank Elektrizität durch Wasserkraft, warmem Wasser und einer herrlichen Sicht auf den Luakela River keine Wünsche offen.

Ein besonderer Tag meines Aufenthalts war die Arbeit mit der „Mobile Clinic“. Das Team der „Mobile Clinic“ fährt zweimal jede Woche zu verschiedenen benachbarten Dörfern, um dort die Kinder zu untersuchen und Frauen in der Schwangerschaft zu begleiten. Aber auch Malaria-Patienten und Menschen mit anderen Leiden werden behandelt und mit Medikamenten versorgt.

Unser Trip zum Nachbardorf begann morgens um 7.45 Uhr. Brian, unser Fahrer, ist ein Kind britischer Missionare und hat schon sein ganzes Leben in Afrika verbracht. Wir fuhren zunächst zum Sachibondu Health Centre um das Team der „Mobile Clinic“ abzuholen und die medizinische Ausrüstung in unseren Landcruiser einzuladen. Ein allradangetriebenes Fahrzeug ist hier ein Muss, da in der Regenzeit die meisten Wege eher einem Sumpf gleichen als einer Straße.

Auf der eineinhalbstündigen Fahrt durch den Busch hatte ich Gelegenheit, mich mit Sylvia zu unterhalten und mehr über ihre wertvolle Arbeit als Hebamme zu erfahren. Am Zielort angekommen, bauten wir die Geräte und die Ausrüstung in einem kleinen Haus am Rande des Dorfes auf.

Da es bei der Organisation der Termine ein Missverständnis gegeben hatte, mussten wir zunächst eine einige Zeit auf die Patienten und die Mütter mit kleinen Kindern warten. „Nichts Ungewöhnliches in Afrika“, dachte ich, durfte dann aber miterleben, wie das gesamte Dorf sich entschuldigte, dass es zu diesem Missverständnis über den genauen Zeitpunkt der „Sprechstunde“ und damit zur Verspätung gekommen ist.

Nun erfuhr ich, dass das Team mich zum Wiegen der Babys und Kleinkinder eingeplant hatte. Nach einer Einweisung, worauf ich bei der Erfassung des Gewichts und dem Eintragen der Werte zu achten hatte, durfte ich die ersten Mütter mit Ihren Kindern begrüßen.

Den meisten Kindern ging es gut und sie hatten auch an Gewicht zugelegt. Einige hatten allerdings gegenüber der letzten Untersuchung an Gewicht verloren und wurden daraufhin durch die anwesenden Ärzte und Pfleger genauer auf Würmer und Malaria untersucht. Natürlich wurden die Kinder und Mütter auch zu anderen Beschwerden und Verdauungsstörungen befragt und untersucht.

Zur Mittagspause brachte das Dorf einen großen Kübel voller Kassava und einige gebratene Fische, die aus einem Fluss in der Nähe kamen. Nachdem die Untersuchungen abgeschlossen waren, blieb ein Teil der Dorfbewohner zurück, um sich sehr herzlich zu bedanken und (wenn ich es richtig verstanden habe) mich als Teil ihres Dorfes zu begrüßen.

Auf der Rückfahrt hielten wir bei einem weiteren, deutlich kleineren Dorf, bei dem wir unsere Ausrüstung unter einer Art Pavillon aufstellten. Da nicht alle Tage ein Auto zwischen den einzelnen Dörfern pendelt, wurde unser Auto auf der Rückfahrt auch als Transportmittel genutzt. Wir transportierten Bananen und einen Hahn, der uns als Mahlzeit für eine anstehende Hochzeit mitgegeben wurde.

Zurück in der Klink luden wir die Ausrüstung und unsere Mitbringsel aus. Nachdem wir die Teammitglieder zu ihren Häusern gebracht hatten, ging ein für mich bewegender und sehr lehrreicher Tag zu Ende. Für die Möglichkeit, einen solchen sozialen Tag ohne Urlaubsabzug im Busch von Sambia durchführen zu dürfen, bin ich sehr dankbar.

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