Candidate Experience und die unmittelbare Auswirkung auf den Recruiting-Erfolg

Dass die Qualität des Recruiting-Verfahrens einen unmittelbaren Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat, ist hinreichend bekannt. Weniger bekannt ist, dass es bei der Prozessgestaltung nicht nur auf die internen Prozesse im Unternehmen ankommt, sondern auch darauf, wie ein Bewerber das gesamte Verfahren erlebt – die sogenannte Candidate Experience.

Eine negative Candidate Experience führt laut verschiedener Studien dazu, dass rund 20 Prozent dieser Bewerber nicht nur die Bewerbung abbrechen, sondern auch zu negativen Aussagen gegenüber dem Unternehmen neigen. Das schadet nicht nur der Arbeitgebermarke, sondern im schlimmsten Fall auch dem Unternehmenserfolg.

Was beeinflusst die Bewerbererlebnisse? Ansprechend formulierte Stellenanzeigen und attraktive Karriere-Webseiten sind ein guter erster Schritt. Wenn ein Bewerber sich dann aber zum Beispiel in der Online-Bewerbung „verliert“ oder er in dem gesamten Prozess die gewünschte Wertschätzung nicht ausreichend wahrnimmt, wird er im Zweifel den Bewerbungsprozess abbrechen oder das Unternehmen sehr schnell wieder verlassen.

Mit einem durchweg positiven Bewerbererlebnis hingegen können Arbeitgeber die Dauer im Bewerbungsprozess bis zum Abschluss positiv beeinflussen sowie einen wichtigen Grundstein für eine Bindung an das Unternehmen legen. Ein Nebeneffekt ist, dass Bewerber aufgrund eines positiven Bewerbererlebens auch bei einer Absage dazu neigen, das Unternehmen positiv nach außen darzustellen.

Mit einem Candidate Experience Management kann das Erleben aus Bewerbersicht (positiv wie auch negativ) erfasst und schrittweise verbessert werden. Dazu ist es erforderlich, dass zunächst alle Kontaktpunkte eines potenziellen Bewerbers mit dem Unternehmen – die sogenannten „Touchpoints“ – identifiziert und bewertet werden. Ein klassischer Stolperstein ist in dem Zusammenhang, dass die Bewertung aus Kandidatensicht erfolgen muss. Da das Wissen um interne Prozesse in diesem Zusammenhang die Bewertung beeinflussen kann, ist es wichtig, in diesem Verfahrensschritt neutrale Personen einzubinden.

Im Anschluss daran fordert Gerry Grispin, der das Candidate Experience Management maßgeblich beeinflusst hat, dass die identifizierten „Touchpoints“ hinsichtlich ihrer Wirkung auf Auffindbarkeit, Nutzerfreundlichkeit, Erwartungsmanagement, Verbindlichkeit und Wertschätzung konkret untersucht und verbessert werden.

Anhand dieser Bewertungskriterien lassen sich die einzelnen „Touchpoints“ in Stärken und Verbesserungsbereiche einteilen und hinsichtlich ihrer möglichen Wirkung auf das Bewerbererleben priorisieren. Mit einer anschließenden schrittweisen Veränderung dieser „Touchpoints“ werden die internen Ressourcen sinnvoll eingesetzt und die Beteiligten im Unternehmen nicht überfordert. Schon mit einem Workshop kann ein Unternehmen viel erreichen.

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