Digital ist mehr als Software: Handlungstipps für die digitale Transformation

Die digitale Transformation ist als Thema in der deutschen Unternehmenslandschaft angekommen. Allerdings bleibt es viel zu oft beim Nachdenken und Diskutieren. Das macht der Transformations-Werk Report 2016 der neuwaerts GmbH deutlich, der zugleich Handlungsempfehlungen für Unternehmen ausspricht.

An der branchen- und bereichsübergreifenden Studie nahmen von Februar bis Mai 2016 insgesamt 1.060 Vertreter aus Konzernen und dem Mittelstand teil. Sie teilten ihre Einschätzungen zu Status, Bedarfen und Erfahrungen der digitalen Transformation im Unternehmen mit und äußerten sich auch zum Stand der Dinge in den Bereichen Unternehmensführung, IT, Marketing und Personal.

Ein zentrales Ergebnis: Die Sicherung der Zukunftsfähigkeit (90 Prozent Zustimmung) und eine Steigerung der Kundenzufriedenheit (68 Prozent) dominieren die Ziele für die digitale Transformation. Die Herausforderung „Digitale Transformation“ ist in den Führungsetagen angekommen, aber die Antworten fehlen. In 42 Prozent der Unternehmen fehlen digitale Produkte und Services in ihrem Kerngeschäft und nur 49 Prozent der Firmen verfügen über eine übergeordnete Strategie für die digitale Transformation. Lediglich 20 Prozent der Mitarbeiter bescheinigen ihren Unternehmen gute bis sehr gute Werte bei der Digitalisierung der Arbeitsprozesse. 

Zwar sehen sich die Unternehmensleitungen primär für die digitale Transformation zuständig (73 Prozent), aber nur 15 Prozent aller Mitarbeiter bewerten die digitale Kompetenz ihrer Unternehmensführung als „hoch“ oder „sehr hoch“. Sie fordern von ihrem Management vor allem bessere Information, eindeutige Zuständigkeiten und mehr Qualifizierung beim Aufbau digitaler Kompetenzen. 

Dem IT-Bereich wird die höchste digitale Kompetenz zugeschrieben. Die Personalbereiche fallen im Vergleich zu anderen Unternehmensbereichen deutlich zurück. Bei den Werten für digitale Kompetenz, Nutzung digitaler Kommunikation und Digitalisierungsgrad der Arbeitsprozesse belegt HR jeweils die Schlussposition. Gerade weil die digitale Transformation einen massiven Qualifizierungsbedarf und neue Mitarbeiterkompetenzen mit sich bringt, muss im HR-Bereich umgedacht und aufgeholt werden. 

Die Studienautoren sprechen deshalb fünf Handlungsempfehlungen für Unternehmen aus: 

Erstens: Den strategischen Dialog beginnen. Ein Abgleich mit der Unternehmensstrategie muss entscheiden, ob Digitalisierung wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie sein soll oder ob es eine separate Digitalisierungsstrategie braucht. In jedem Fall muss diese Entscheidung unternehmensweit besser kommuniziert und operationalisiert werden. 

Zweitens: Das Top-Management muss über seinen Digitalisierungsschatten springen. Es muss die Erwartungen der Belegschaft an sich erkennen und – genauso wie die Mitarbeiter – dazulernen. Es geht nicht nur um Anwendungs- und Gestaltungskompetenz, sondern vor allem auch um Führungskompetenz im digitalen Zeitalter. 

Drittens: Digital ist mehr als Software. Gerade im Mittelstand ist auffällig wie viel Last von allen Seiten auf die IT-Abteilung gelegt wird. Die IT muss sich hier eindeutiger in ihren Verantwortungen und budgetären Möglichkeiten positionieren. Es braucht ein neues Denken, dafür ist ein modernes Know-how gefordert.

Viertens: Die digitalen Treiber im Unternehmen müssen sich besser vernetzen. Nur so können sie schneller gemeinsam lernen, sich übergreifend zu unterstützen und gemeinsam beste Lösungen für den Kunden zu schaffen. Zur Vernetzung gehören zwingend auch Kunden, Lieferanten und junge Unternehmen.

Fünftens: Der Personalbereich muss den digitalen Wandel aktiv mitgestalten. Dafür müssen Anforderungen der Fachabteilungen besser verstanden, gelenkt und zeitgemäße Methoden zur Qualifikation der Belegschaft vorangebracht werden. Die Unternehmen brauchen mehr digitale Bildung – und zwar nicht nur in der Anwendungs-, sondern insbesondere auch in der digitalen Gestaltungskompetenz.

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