Fünf Fragen an Hendrik Kellermeyer

Personalmanager stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen, allen voran die Digitalisierung. Hendrik Kellermeyer zeigt im Interview Wege auf, wie HR sich zukunftssicher aufstellen kann und was perbit unter dem Stichwort „HR Identity“ versteht: all die Merkmale, die für die Kontinuität, Greifbarkeit und Nachhaltigkeit der Personalarbeit stehen.

Frage 1: Herr Kellermeyer, Sie stehen häufig in Kontakt zu Personalmanagern mittelständischer Unternehmen: Vor welchen grundlegenden Herausforderungen stehen die HR-Abteilungen heute?

Hendrik Kellermeyer: Personaler stehen heute immer häufiger vor der Frage, wie Sie ihre Personalarbeit optimieren können. Gerade durch Schlagwörter wie „HR 4.0“ und „Digitalisierung“ haben sie das Gefühl, mehrere Stufen auf einmal nehmen zu müssen. Dabei gehen sie von einem Endzustand aus, der aber vorher mehrerer Prozessveränderungen bedarf. Doch hierfür fehlt ihnen die Zeit – was ihrem eigenen Erfolg im Wege steht. Wir empfehlen gerade kleineren Unternehmen, sich über einen Standard dem Ziel anzunähern. Dadurch können sie Zeit gewinnen, Freiräume für sich schaffen und Raum für neue Ideen und Arbeitsweisen erhalten. Durch zügige Erfolge bei diesem Digitalisierungsstart kommen Personaler letztendlich schneller zum Ziel. So können sie den Druck aus dem Digitalisierungswahn nehmen.

Frage 2: perbit steht bislang für die hohe Individualisierungsmöglichkeit und Flexibilität seiner HR-Software. Nun sagen Sie, dass eine Standardsoftware ein guter Weg ist, dem Digitalisierungswahn zu begegnen. Wie passt das zusammen?

Hendrik Kellermeyer: Personaler haben das Gefühl, sie müssen sich zwischen einer Standardsoftware, die eventuell günstiger ist, und einer Individualsoftware, die aufwendig zu implementieren ist, entscheiden. Auf der einen Seite locken der Preis und die kurze Implementierungszeit, auf der anderen Seite steht die passgenaue Lösung. Wir haben die Programmteile der Software und die Datenstrukturen so voneinander getrennt, dass wir beliebige Veränderungen der Datenbasis vornehmen können und gleichzeitig eine Upgradesicherheit gewährleisten. Insgesamt werden wir uns weiterhin als der Spezialist für individuelle Lösungen im HR-Bereich positionieren.

Frage 3: Welche Vorteile ergeben sich für die praktische Arbeit in den Personalabteilungen?

Hendrik Kellermeyer: Die Personaler können sich auf die Software-Unterstützung ihrer jetzigen Aufgaben konzentrieren, haben schnelle Erfolge und die Sicherheit, auch morgen noch ein passendes System ohne aufwendige Migration zu besitzen. Aus einem Standard, bei dem wir die volle Unterstützung bei der Administration gewährleisten, bis hin zur komplett individuellen Lösung, die immer noch auf einem Standardprogramm basiert, können wir die Personaler auf dem Digitalisierungsweg mitnehmen. Die Migration ist sozusagen eine inhaltliche Erweiterung ohne Systemwechsel und damit verbundene Datenschnittstellen.

Frage 4: Wie ist die Nachfrage der Unternehmen nach einer ausbaubaren Software?

Hendrik Kellermeyer: Immer mehr Unternehmen wollen den Weg der Evolution gehen und bevorzugen die stufenweise Einführung. In der Vergangenheit haben wir es schon erlebt, dass aufwendig kreierte Datenbereiche, die ein Unternehmen für die Zukunft geplant hatte, später wieder „über den Haufen geworfen“ wurden. Das ist nicht nur ein finanzieller Schaden, sondern auch demotivierend für die Mitarbeiter und bremst damit weitere Kreativität im Personalteam aus. Nur auf die jetzigen Bedürfnisse zu schauen, kann aber noch schmerzlicher sein, da das Unternehmen in Zukunft gegebenenfalls einen kompletten Systemwechsel in Kauf nehmen muss.

Frage 5: Abgesehen von der Software-Thematik: Was können oder sollten Personalabteilungen noch tun, damit sie besser für die Zukunft aufgestellt sind?

Hendrik Kellermeyer: Ein wichtiges Stichwort lautet „HR Identity“. Ähnlich wie die Corporate Identity eines Unternehmens – also all die Merkmale, die ein Unternehmen kennzeichnen und es von anderen Unternehmen unterscheiden – stellt die HR Identity die unverwechselbaren Merkmale der Personalarbeit dar. Es ist sinnvoll, die HR Identity zu prägen und zu fördern, denn sie wirkt nach innen, weil sie den Mitarbeitern und Führungskräften Greifbarkeit, Kontinuität und Nachhaltigkeit vermittelt. Und sie wirkt nach außen, indem sie bei Bewerbern und Interessenten einen ersten Eindruck der HR-Kultur des Unternehmens prägt. HR Identity hat auch mit dem sinnvollen HR-Softwareeinsatz zu tun, denn dieser verleiht der Personalabteilung ein modernes Image – oder im negativen Fall ein rückständiges oder unbeholfenes Bild. Eine Personalabteilung tut gut daran, laufend an ihrer HR Identity zu arbeiten.

Zur Person 

Hendrik Kellermeyer ist seit 1993 für die perbit Software GmbH tätig, seit 1996 verantwortete er als Vertriebsleiter den Direkt- und Partnervertrieb des Software- und Beratungshauses. 2012 wurde er in die Geschäftsführung von perbit berufen. Als Consultant und Projektleiter hat der Diplom-Wirtschaftsingenieur weit über hundert Kundenprojekte erfolgreich begleitet. 

Kontaktieren Sie uns

Kontaktieren Sie uns

Sie haben Fragen zu den Lösungen und Dienstleistungen von perbit? Unsere Experten stehen gern für Sie zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage per Telefon oder über unser Kontaktformular.

+49 2505 9300-93

Anfrage senden
© perbit Software GmbH 2017
Kontaktanfrage
senden
Kostenlose Online
Demo anfordern
Infomaterial zum
Download 

Kontaktanfrage senden

* Pflichtfelder

Kostenlose Online Demo anfordern

* Pflichtfelder